Um was es geht...

  1. Wir möchten erreichen, dass in möglichst vielen Einrichtungen (Kita, Grundschulen, OGS, Familienzentren, Senioreneinrichtungen) regelmäßig ein VORLESEkino angeboten wird, um die Lust am Buch zu wecken und für gemeinsames Staunen und Lachen zu sorgen.
  2. Hierzu haben wir das gemeinnützige Unternehmen "VORLESEkino gUG" gegründet, das für die personellen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen sorgt.
  3. Unter dem Motto "Mittelstand aktiv für Lesebildung" sollen klein- und mittelständische Unternehmen ihre Einrichtungen vor Ort aktiv beim Projekt VORLESEkino unterstützen.

 

LIPPISCHE LANDES-ZEITUNG vom 27. September 2017 (Katrin Kantelberg)

Link zum Artikel: hier.

siehe auch Hintergrundinformationen zur Nominierung für den Deutschen Lesepreis 2017 - hier

Unser Video...

Was uns umtreibt...

  • 20% der funktionalen Analphabet/inn/en gehören zur Altersgruppe der 18 bis 29-jährigen. Sie waren in der Regel mehr als zehn Jahre in Kita und Schule!

  • Ca. ein Drittel der Kinder mit Deutsch als nicht dominante Sprache erreichen im VERA-Test 2015/2016 in NRW in dem Bereich "Sprechen und Zuhören" lediglich die unterste Kompetenzstufe.

  • Fast 40 Prozent der Unternehmen bieten  laut DIHK-Ausbildungsumfrage 2016 inzwischen Nachhilfe an, um schulische Defizite während der Ausbildung aufzuholen.

  • 91 % der Kinder gefällt laut Vorlesestudie 2016 das Vorlesen.

Wovon wir überzeugt sind...

  1. Denken, Fühlen und Lernen gehören zusammen. Dies gilt gerade für den Spracherwerb und das literarische Lernen.

  2. Wir wollen nicht akzeptieren, dass bereits im Grundschulalter die Teilhabe-Chancen, die stark mit den Sprachkompetenzen verbunden sind, determiniert sind.

  3. Der kompetente und lustvolle Umgang mit Bildern, Geschichten und Sprache wird durch gemeinsame Erlebnisse gestärkt und emotional verankert.
     
  4. Einrichtungen wie Kitas und Schulen können ihren komplexer werdenden Bildungsauftrag nur erfüllen, wenn sie sich auf neue externe Angebote einlassen und sich gesellschaftlich öffnen.

  5. Unternehmerische Haltung bedeutet für uns auch, sich aktiv für eine Verbesserung der Bildungschancen vor Ort zu engagieren: Vorbeugen ist besser ("günstiger") als heilen.

Wie kann die Lust am Erzählen,

am Sprechen und Zuhören,

am gemeinsamen Betrachten von Bildern und Geschichten

früh geweckt und gepflegt werden?

In den meisten Bildungsgrundsätzen der Länder ist Literacy als Handlungsfeld verankert.

Mit Literacy ist gemeint, dass die Lust der Kinder am Umgang mit  (Bilder)büchern, Geschichten, Erzählungen und Reimen geweckt werden soll.

In der Alltagspraxis von Kitas und Grundschulen finden diese Aktivitäten zu selten statt.

Auch externe Vorleseangebote sind entweder selten oder sind nicht ohne Weiteres in den Einrichtungsalltag zu integrieren.

Wie VORLESEkino funktioniert...

Wie die Idee entstand...

VORLESEkino ist eine Idee, die aus der Praxis heraus entstanden ist.

"Bilderbücher anschauen" ist für unsere Kinder und uns schon lange ein abendliches Ritual. Als Eltern haben wir dabei erfahren, was für tolle und spannende Bilderbücher angeboten werden, die auch Erwachsene visuell und erzählerisch faszinieren.

Als technisch interessierter Familienvater habe ich mir überlegt, wie ein Bilderbuch einer größeren Gruppe präsentiert werden kann - gesagt, getan:

Im Montessori-Kinderhaus in Bad Salzuflen habe ich im Januar 2017 das erste VORLESEkino durchgeführt. Die Resonanz war so positiv, dass mehrere Fortsetzungen folgten. Auch die Seniorenresidenz Hofmannspark zeigte Interesse. VORLESEkino kam auch bei den Seniorinnen gut an. Das nächste Highlight war die Projektwoche "LINDBERGH" in der Grundschule Wasserfuhr: Hier habe ich mit dem Bilderbuch von Torben Kuhlmann acht Lerneinheiten gestaltet. Eindrücke gibt es hier.

Voller Überzeugung kann ich sagen, dass mir das Erzählen und Präsentieren eines Bilderbuchs in der Rolle des VORLESEmoderators immer Spaß gemacht hat. Ich bin sicher, dass sich noch viele andere Erwachsene für diese Aufgabe begeistern lassen.

Aus der Perspektive eines langjährigen Unternehmensberaters habe ich mir parallel die Frage gestellt, wie dieser Ansatz organisatorisch so gestaltet werden kann, dass daraus ein Angebot entwickelt werden kann, das "skalierbar" ist und damit ohne großen Mehraufwand verbreitet werden kann. Nach diversen Gesprächen mit Praktikern und Experten reifte die Idee einer gemeinnützigen Bildungsgenossenschaft...

 

 

Ich würde mich freuen, wenn Sie uns bei der weiteren Umsetzung unterstützen wollen.

Besonders freue ich mich über aktive Väter, die beim VORLESEkino zeigen können, dass sie besonders gut spannende Geschichten erzählen und vorstellen können.

 

Ihr

Johann Malcher

 

Wer kann bei der Initiative VORLESEkino mitmachen?

Jeder, der sich für das Thema interessiert und den Ansatz unterstützen möchte, ist willkommen.

 

Füllen Sie einfach das Unterstützerformular aus und Sie sind dabei.